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PEAK etabliert sich als erfolgreiche Plattform

Berlin 6. Mai 2009 - Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen das Portemonnaie der Kunden dünner und fester verschlossen ist, bedarf es einer besonderen Ansprache. Die PEAK 2009 in Berlin stand daher unter dem Motto „Tatort Markt — Dem Kunden auf der Spur“. TOP-Referenten aus der Verbundgruppenpraxis und der Handelsforschung, die den Weg zum Kunden genauestens kennen, stellten die Umsetzung innovativer Unternehmensstrategien in Marketing und Vertrieb vor. Neue Betriebstypenkonzepte, Handelsformen und besondere Marketingideen standen dabei im Mittelpunkt. Das 3. Symposium für Verbundgruppen und Franchisesysteme wurde auch in diesem Jahr wieder vom ZGV und dem Deutschen Fachverlag, Redaktion „Der Handel“ ausgerichtet.

Auch Europa hat die PEAK entdeckt, denn sie war in diesem Jahr Teil einer von der Europäischen Union ins Leben gerufenen Mittelstandsinitiative, der „1st European SME-Week“. Diese Kampagne soll das freie Unternehmertum in Europa weiter fördern. Im Vordergrund steht dabei ebenso die Förderung des Einzelnen, sowie des Netzwerk-Prinzips.

In seiner Begrüßung „verdächtigte“ ZGV-Präsident Hollmann alle Teilnehmer, die Zeichen der Zeit — und damit die Notwendigkeit — erkannt zu haben, das eigene Unternehmen und die Mitglieder ständig zu hinterfragen und somit weiterentwickeln zu wollen. Das Motto der PEAK verstehe sich damit nicht nur als Ausdruck und Plattform innovativer Marketing- und Vertriebskonzepte, sondern zugleich an den besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch mehr geforderten Mittelstand. Hollmann eröffnete das 3. PEAK-Symposium auch im Namen vom Geschäftsführer des Deutschen Fachverlages, Michael Schellenberger, der noch nicht persönlich anwesend sein konnte.

Weitere Keynotespeaker der Veranstaltung waren unter anderem der Delegierte des Verwaltungsrates der Markant AG, Professor Stefan Feuerstein. Er zeichnete unter dem Titel „Handel 2020 — Handeln in bewegten Zeiten: Alles bleibt anders“ ein Zukunftsszenario der besonderen Art. Dabei stellte er in den Vordergrund, dass sich der Handel nur durch die konsequente Ausrichtung auf den Kunden in der Zukunft (und in der Krise) selber helfen kann. Dabei spielte er auf die allseits bekannte „Tante Emma“ an und stellte gar die These auf, ihren Geist wiederbeleben zu wollen, denn besonders in diesen Formaten stehe die Kundennähe ohne Frage an erster Stelle. Für ihn muss die „Tante-Emma-Strategie“ wieder Einzug in den Handel gewinnen.

Dies könnte auch Werner Winkelmann (Vorstandssprecher EURONICS) helfen, denn dieser sprach darüber, wie der Fachhandel die Preisschlachten gegen die Discounter am Markt verliert. Die Gegenstrategie von Euronics: Qualität auf ganzer Linie. Beratung, Service, Bekenntnis zu Nachhaltigkeit sowie die Nähe zum Verbraucher, sind die tragenden Säulen im Modell Euronics.

Das „Loyalitätsmarketing als Fahndungserfolg“ stand im Mittelpunkt des Vortrages von Anne M. Schüller, Marketing Consulting aus München. Auch bei ihr drehte sich alles um den Kunden, dessen schärfste Waffe seine Loyalität sei. Denn: “Wer diese gewinnt, wird gewinnen.“ Dabei müsse sich jeder Händler permanent vor Augen halten, dass Menschen von Menschen kaufen und nicht vom Unternehmer.

Wie nötig Innovationen in Zeiten der Krise sind und wie speziell Verbundgruppen ihre Innovationskraft noch besser nutzen können, machte Gerd Bovensiepen von PricewaterhouseCoopers deutlich. „Innovationen tun weh!“ rüttelte er die Teilnehmer zu Beginn seines Vortrages eher unsanft auf. Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass, obwohl die Verbundgruppen deutlich besser aufgestellt sind als die Einzelkämpfer unter den Händlern und Dienstleistern, sie ihre Innovationspotentiale noch zu wenig nutzen. Dies führt Bovensiepen auf eine mangelnde Risikobereitschaft der Mitglieder und Zeit und Personalmangel zurück. Abschließend sprach der die Empfehlung aus, die Beteiligung am Innovationsprozess zu erhöhen und bestimmte Steuerungselemente zu aktivieren. Denn: Unternehmen mit einer klaren Innovationsorientierung sind erfolgreicher, dies hat eine von PWC zu diesem Thema durchgeführte Studie kürzlich belegt.

Im Anschluss an die Workshops zeigte der Träger des EHI-Wissenschaftspreises 2009, Prof. Dr. Oliver Hinz „Neue Chancen für die Preisgestaltung im Handel“ auf. Sein besonderer Fokus lag dabei auf Kundeninteraktion und Kundenbindung.

Alle Redner trugen durch einzigartige Vorträge zu einer runden und gelungenen Veranstaltung und vor allen Dingen dazu bei, sich dem Kunden, dem „unbekannten Wesen“ wieder ein weiteres Stück genähert zu haben. Weitere Informationen zum Symposium 2009 und Bilder finden Sie hier >>>

www.zgv-online.de/Aktuelles/PEAK/PEAK-2009/PEAK-etabliert-sich-als-erfolgreiche-Plattform-E4339.htm